So beeinflusst der DNA-Zustand die Fertilitätsbehandlung

Bei 50 % von den kinderlosen Paaren beeinflusst der DNA-Zustand das Resultat der Fertilitätsbehandlung. Es gibt Unterschiede für die Bedeutung der drei Arten der Behandlung. Der Grund ist, dass die zerbrechliche DNA im Sperma bricht, wenn das Sperma Energie für Schwimmen und Befruchtung des Eies produzieren soll.

DNA-Zustand und DFI

Der SDI-Test untersucht, ob die DNA zerbrechlich oder robust ist. Das Resultat ist ein DFI-Wert (DNA Fragility Index), der erzählt, wie zerbrechlich die DNA ist. Eine hohe Zahl bedeutet, dass die DNA zerbrechlich ist.

Das normale ist, dass DFI unter 15 ist (die DNA ist robust).
Wenn DFI zwischen 15 und 25 ist. Ist die DNA-Zerbrechlichkeit erhöhet.
Wenn DFI über 25 ist, ist die DNA-Zerbrechlichkeit groß.

Die Hälfte von den kinderlosen Männern hat robuste DNA.
Bei einem Viertel ist die Zerbrechlichkeit der DNA erhöhet.
Bei dem letzten Viertel ist die Zerbrechlichkeit der DNA groß.

Inseminationsbehandlung (IUI)

Bei Insemination werden die Spermien in die Gebärmutter platziert und müssen den langen Weg zum Ei schwimmen um es zu befruchten. Die Schwangerschaftschance ist beachtlich reduziert bei Paaren, die erhöhten oder großen DFI haben.

Reagenzglasbefruchtung (IVF)

Der Weg zum Ei wird kürzer, wenn die Spermien mit dem Ei bei Reagenzglasbefruchtung zusammen gebracht werden. Die Schwangerschaftschancen werden deshalb grösser als bei Insemination. Das Sperma muss doch immer noch ein bisschen schwimmen und selbst das Ei befruchten.

Wenn es ein erhöhter oder großer DFI gibt, kann es die befruchteten Eier zu sehr beeinflussen, dass sie sich nicht normal im Labor entwickeln. Obwohl die Fertilitätsklink nur die besten Embryonen (befruchtete Eier) überführen, werden die Schwangerschaftschancen beachtlich reduziert. Das Resultat kann entweder keine Schwangerschaft oder Fehlgeburt werden.

Mikroinsemination (ICSI)

Bei Mikroinsemination wird das Sperma direkt in das Ei platziert. Deshalb wird sowohl den Weg zum Ei als die Befruchtung vermeidet. Die Schwangerschaftschance bei Mikroinsemination wird deshalb größer als bei Reagenzglasbefruchtung oder Insemination. 

Großer DFI bedeutet, dass einige von den befruchteten Eiern sich nicht normal entwickeln. Obwohl Embryonen von guter Qualität überführt werden, wird die Schwangerschaft in einigen Fällen ausbleiben oder es kommt zu einer Fehlgeburt.

Simone Schulz

Simone Schulz, Heilpraktikerin und Osteopathin, Praxis für Kinderwunschbehandlung in Köln und Frankfurt

Die meisten Kinderwunschkliniken in Deutschland bieten diese Untersuchung vor einer Kinderwunschbehandlung leider nicht an, obwohl diese möglicherweise viel Zeit und Geld und eine nicht zu unterschätzende Belastung ersparen könnte. Diese Untersuchung sollte meiner Ansicht nach zu den Standartuntersuchungen gehören, bevor man mit einer Behandlung beginnt.
Simone Schulz

Abstract von dem Europäischen Fertilitätstreffen

Die Resultate von Reagenzglasbefruchtung (IVF) und Mikroinsemination (ICSI) kommen aus Hamburg Fertility Center (Deutschland), Sims IVF in Dublin (Irland) und wurden bei dem Europäischen Fertilitätstreffen (ESHRE) in 2013 publiziert.


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